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Montag, 1. Juni 2015

Es ist Sonntag und um 17:30 Uhr kommt endlich die Polizei...


Gegen 15 Uhr kam Besuch und wir plauderten bei nem Pott Kaffee über das Wohnen in Berlin und das Fotografieren und ne tolle Idee mit Fotos. Gegen 17 Uhr gingen wir ans offene Fenster im Hasenstallsalon um den Hof mit dem Bauschutt, der ja nun schon seit Januaer hier herumliegt zu fotografieren. Lärm, der ja laut Juristen kein Lärm ist, wenn er von Kindern gemacht wird... Heute sind sie sogar im Rudel in unserem Hof und sie sind schätzungsweise so zwischen 11 und 13 Jahren jung.
Mehrere Kinder tollen an dem Bauzaun herum, werfen sich dagagen und steigen drüber, ins abgesperrte Baugelände. Mich hat das erst gar nicht interessiert, ich sah es auch nicht, weil mein Gast rechts neben mir stand und meine Sicht in diese Richtung einfach nicht da war. Mein Gast sagte es mir... Auf den beiden an unseren Hof anschließenden Höfen sieht es unterschiedlich aus...
Vom von mir aus rechten Hof brüllt ein Mann: "Wir sollen gefälligst aufhören, die Kinder und ihn ständig zu fotografieren." Ich reagiere mit: "Ich fotografiere hier in unserem Hof was ich fotografieren will und das sind ganz sicher weder Ihre Kinder noch Sie!" Er brüllt, dass er die Polizei holen wird.
"Ja, tun Sie es doch bitte!", kommt aus unseren beiden Mündern. Die Kinder, schmeißen sich noch immer gegen den Bauzaun in unserem Hof und der Mann drängt sich durch die Zaunlücke von dem anderen Hof in unseren Hof durch und geht zu den ja angeblich nicht lärmenden Kindern und redet intensiv mit ihnen und sagt noch irgendwas zu uns und drängt sich wieder zurück durch die Zaunlücke. Ein Junge kommt unter meinem Fenster an und ich frage: "Was machst du denn hier, du wohnst doch hier gar nicht?", sage ich. "Gehen!", sagt er." Du weißt, dass das hier ein Grundstück ist, auf dem du nichts zu suchen hast, stimmts?" Er dreht um und geht zurück, weiter auf unserem Hof...
Wir beiden Frauen fragen uns, wann wohl die Polizei kommen wird, wir wollen beide noch weg und die Polizei nicht verpassen...
Wir stehen an meinen Papierabzügen, die ich noch habe -, ich wage es noch immer mein Fenster offen zu lassen!! -, und überlegen schon mal, welche meiner Papierfotoabzüge denn top sind für die Idee und plötzlich klingelt's!
"Eeeeendlich! Das wird die Polizei sein!", sage ich und bitte die beiden Uniformierten herein... "Na, sollen Sie uns jetzt verbieten die Kinder von nebenan zu fotografieren? Brauchen Sie nicht, wir sind an denen nicht interessiert!" Dann kam ne fachmännische Erklärung zum Fotorecht aus Polizistenmund und mein Gast  erzählte, und zeigte seine Knipse und was damit fotografiert wurde... Ich sagte: "Wissen Sie, ich fotografiere seit einem halben Jahrhundert ohne Probleme in Berlin, ich weiß wie ich mich verhalten darf und so ganz nebenbei bin ich im Kreise von Juristen ausgebildete Mediatorin..." "Ach und übrigens braucht man um Menschen zu fotografieren ein Teleobkektiv.", sagte mein Gast. Ich, sofort: "Ich hab ein Teleobjektiv und trotzdem bin ich nicht daran interessiert unfreundliche  Menschen zu fotografieren. Wissen Sie, ich hab 20 Jahre in ner Psychiatrie gearbeitet. Leute mit Verfolgungswahn waren da Patienten..." Anschließend sind wir wieder zu der Fotokiste, die sich von ihrem Platz neben dem offenen Fenster noch immer nicht selber wegbewegt hatte und so sahen wir, dass jetzt bei dem Nachbarn mit New Yorck Shirt in schwarz ein weibliches Wesen stand und beide samt etlichen Kindern starrten hier rüber und redeten! Tolle Nachbarn haben wir jetzt...


Schönen Sonntagabend noch. Ach, der Polizist hat übrigens gesagt, dass ich sie fotografieren darf, aber nicht zeigen... Bin trotzdem nicht dran interessiert...  Und ich hab schon wieder mit Teleobjektiv fotografiert - zwei Hübsche, an deren Anblick und Vertrautheit ich Freude hatte und ich zeige sie gleich, hier und jetzt!

B. L.
31. Mai 2015



Sonntagabend 20:45 Uhr...

Es geht weiter! Ich habe schon heute immer mal wieder so ne Alarmanlage heulen gehört und dachte, dass das spielende Kinder sind.
Jetzt eben, ich komme von draußen, hab in den Vogeltränken Wasser nachgegossen, steht ein Mann mit Megaphon auf dem Balkon der Eigentumswohnungen Besitzenden, direkt meinem Fenster gegenüber... Ich seh ihn zuerst gar nicht, denn ich will hierher, aber er ist so laut, dass ich überlege, zuerst mein Fenster zu schließen...
Und ich höre nur noch was von "Da drüben in der ersten Etage!" Dann plärrte er noch was und ich hab es nicht verstanden - ich bin so frech, am offenen Fenster noch immer meine Kamera auf dem Stativ stehen zu haben, einfach weil sie kein Anderer als ich wegräumt und ich noch nicht genug Langeweile hatte und noch überlegt habe, ob ich mit meinem schon wieder von mir reparierten Tretroller noch zum Sonnenuntergang rollen will...
Ich stelle die Kamera abends lediglich ein Stück zur Seite, denn wenn ich morgens um 5 Uhr das Fenster öffne, weil ich schon wieder lange vorher von ich weiß nicht was geweckt wurde, dann mache ich nun mal gerne Fotos von Tieren, wie von den beiden weißen Punkten gestern... ;)
Ich hab ziemlich laut reagiert mit in etwa: "Meine Güte, ihr habt Probleme da drüben, Kindergarten ist nix dagegen!"
Dann zog er sich zurück...

Gute Nacht, gebildetes Volk, das sich Eigentumswohnungen auf einer Welt leisten kann, die sie nicht erschaffen haben!


Ich werde euren Verfolgungswahn nicht erfüllen! Ich hab 20 Jahre auf Psychiatrien gearbeitet, bin leider von dem seltsamen Konstrukt RaECHT nicht unbeleckt und so ganz nebenbei eine im Kreise von Juristen gut ausgebildete Mediatorin. Vielleicht kriegen ja hier und jetzt mal ein paar Menschen mit, was RaECHT würglich is(s)t - zu wünschen wäre es!

B. L.
31. Mai 2015



Montagmorgen 1. Juni 2015

Heute Morgen saß ich seit 5 Uhr am Schreibtisch, direkt neben dem offenen Fenster, um vielleicht den Fuchs fotografieren zu können, der höchstwahrscheinlich auch heute auf unserem Hof nach etwas suchen kommen wird.
Fenster auf, Kamera auf dem Stativ so gerückt und eingestellt, dass ich nur abdrücken muss und direkt daneben hab ich mich an meinen Schreibtisch gesetzt. Morgens macht es mir am meisten Spaß, am PC zu arbeiten, auch wenn es nicht Arbeit genannt wird. Ich hab einfach keine Lust, mich stundenlang wach im Bett zu wälzen...
In den Stunden, in denen noch nicht in der übernächsten Nachbarwohnung -, wie bereits seit vielen Wochen -, die Wohnungstür viele Male pro Tag zugedroschen wird und mit Bohrer und anderen Bauwerkzeugen gearbeitet wird und die wesentlichen Nachbarn schlafen mag ich das Leben! Ich mag es nun mal leise um mich herum, wenn ich schreiben will.
Den schönen Fuchs zu fotografieren ist mir wieder nicht gelungen. Ich hab auf Amsels Schreien einfach zu schnell nach meiner Kamera gefasst und ihn so vertrieben. Den Rücken sah ich noch und den wunderschönen Schweif. Morgen also noch ein Mal...
Die Kamera blieb am offenen Fenster stehen, denn vielleicht erwische ich ja endlich mal den Eichelhäher oder andere Vögel, die sich schwer fotografieren lassen...
War es 7 Uhr? Mir ist es so in Erinnerung. Eine Männerstimme aus einem der Nachbarstraßenhäuser  in verärgertem Ton und kurz darauf eine Frauenstimme, auch nicht freundlich...
Na, bin gespannt, wann sie die Idee ausbauen, dass ich auch für ihren Ehestreit verantwortlich bin und sie auseinander rennen und die Kinder in Pflegefamilien landen, nur weil ich die Einzige neben einem offenen Fenster bin...
Gruselig, war hier zur Zeit geschieht...

B. L.
1. Juni 2015




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Ich wunderte mich, dass hier noch kein Kommentar ankam - tja, jetzt hab ich sie verändert, die Einstellungen im Hintergrund...
Mal sehn, ob das der Grund war...
Mich freuen Mitschrei(b)ende, nur Mut!