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Donnerstag, 15. August 2013

"Wir machen's Ihnen schön" hieß es im Januar 2013...


Und ich reagierte auf die 33 Seiten Schönheitsankündigung mit einem 3 A4 Seiten langen Brief, in den ich 8 Stunden meines Lebens investiert habe. Ein Satz auf diesen 3 Seiten von mir ist folgender:

"Balkonanbau: Nein, verschonen Sie uns mit Balkonvorbauten! Wir haben hinter dem Haus eine große Wiese. Der Vereinzelung von Menschen muss nicht noch mit dem Anbau von Balkonen, die noch dazu die Wohnungen verdunkeln, und zur Straße mit Kopfsteinpflaster angebracht werden sollen, nachgeholfen werden!

Ein Balkon wäre für meine Wohnung eindeutig eine Wohnwertverschlechterung!"

Die Reaktion?

"8. Es ist eine der wesentlichen Erfahrungen der Wohngebäudemodernisierungen in den zurückliegenden Jahren, dass die meisten Mieter sich einen eigenen und möglichst großen Balkon wünschen. Sie verbinden das mit einem Zuwachs an Wohnfläche und dem Komfort des Aufenthaltes im Freien auch bei "durchwachsenem" Wetter."

Sie hatten zu dieser Zeit, am 16. Mai 29013, längst den Hof verplant! Hätten sie mir das ehrlich geschrieben - was wäre dann gewesen?

Ihr Briefeschreiben wird mit meinem Mietezahlen finanziert, während mein Engagement Arbeitslosigkeit genannt wird - was für ein perverses Gegeneinander!



Das Folgende geschah dann Anfang August, direkt vor meinem Fenster, auf dem Hof, für den ich seit 23 Jahren etliche tausend Euronen und Westmark hingab, ohne dass die Menschen, die das Leben der Agierenden finanzieren, informiert wurden:
Eines Tages vorletzte Woche? wurden direkt vor meiner Nase riesige Sonnenschirme in unserem Hof angekarrt und aufgestellt, außerdem Staffeleien und irgendwann ging ich raus und sprach die Frau und den Mann, die beobachtend danebenstanden an: "Na, macht die GESOBAU jetzt auch mal ein Hoffest bei uns hier, wie in den anderen Wohnquartieren? Schade, dass wir vorher nicht informiert wurden!" 
"Nein, es gibt eine Präsentation um Neubauvorhaben. "
Ich: "Wieeeeee bitte? Neubauvorhaben? Wo denn, wo sollen denn hier Neubauten hin? "
Er: "Na hier im Hof."
Ich war erstmal sprachlos und starrte auf die Staffeleien, unfähig wirklich zu sehen, was da abging. Sah alles schön grün aus, mehr zu sehen war ich nicht in der Lage!
Ich: "Hier in diesen Hof sollen HÄUSER gebaut werden? Wieviele denn um Himmelswillen?"
Er: "Na 4 kleine Häuse nur." 
Ich: "Hier, wo seit dem Mauerfall nur noch jede Lücke zugebaut wird, sollen noch mehr Häuser zwischen die Häuser dazwischengebaut werden? Das kann doch wohl nicht wahr sein!?"
Er: "Sind doch nur kleine Häuser und es werden nun mal viele Wohnungen gesucht in Berlin."
Ich: "Das heißt, dass alle alten Bäume gefällt werden und das Klima im Hof im Sommer hier dann auch unerträglich sein wird! Außerdem, ja, immer mehr die Menschen einengen macht ja auch was mit den Menschen! Naja, die Psychiaer und die Pharmaindustrie brauchen auch ein Einkommen und Irgendwer muss denen ja zuarbeiten, ich bin sprachlos!"

Im InternetT hab ich mir den Plan der Finanzstarken für unseren geliebten Hof, der im Laufe der 23 Jahre immer mehr beschnitten wurde, angesehen und bring ihn mal her:
 
"Ein Beispiel für einen geplanten Neubau, der ein gewachsenes Stadtquartier auf behutsame Weise "nachverdichtet" und die vorhandenen Infrastrukturen nutzt, präsentierte Jörg Franzen, Geschäftsführer der Gesobau AG anhand von Plänen und Modellen für das Neubauvorhaben Gounodstraße 25 in Weißensee. Hier sollen ab dem kommenden Jahr 16 Wohnungen entstehen."
http://www.gesobau.de/unternehmen/presse/aktuelle-pressemitteilungen/artikel/berlin-waechst-wohnungsneubau-vorhaben-der-staedtischen-wohnungsbaugesellschaften-durch-senator-mueller-vorgestellt/

Die GESOBAU AG ist eines der sechs führenden Wohnungsunternehmen in Berlin. Wir bieten Ihnen mehr als nur Wohnraum, denn wir engagieren uns für unsere Mieter.
Bei diesem Download die Folien 28 und 29 zeigen, was bei uns noch alles geschehen wird! http://www.stadtentwicklung.berlin.de/download/wohnungsbaugesellschaften/

Die Gounodstraße 25 ist direkt neben meiner Giebelwand, also das wird auch noch zugebaut und der Hof ebenfalls!



Hier werden mit Riesenlärm die "toten" Äste und Bamstämme geschreddert...
 











 Er quatschte so laut, dass ich hinterm geschlossenen Doppelfenster dabei war! Ich hab irgendwann das Fenster geöffnet und gesagt: "К сожалению, я все делаю!" Dann ging er weg...

Was das heißt? "Entschuldigung, ich verstehe alles!"




 Wegen dieses kleinen Lärmmachers hatte ich das Fenster schon seit Tagen immer wieder geschlossen...



Ja, und neulich die Präsentation und ich war nicht in der Lage, zu fragen, wem denn das präsentiert wird, wenn nicht den direkt Betroffenen und sogar Fernsehteams waren hier und wir??

Tja, auch wenn das manchem  hier Lesenden nicht passt; auch er, der Chef, der die Gesobau vor ein paar Jahren übernommen hat,  ist ein Wessozialisierter! Der Osten wird seit dem Mauerfall von den Westsozialisierten - tja, ich weiß nicht mehr, wie ich es nennen kann!? - schön ge_MACHT! Sie hatten das Finanzkapital - mir fehlt oft das MITMENSCHEN-wertschätzen-KAPITAL...

Sie hocken jedenfalls nicht in solchen Buchten wie wir finanzschwach Gehaltenen! Sie stülpen ihre Sicht drüber und wir hier Geborenen und Aufgewachsenen haben zu parieren, ansonsten werden wir vor Gericht gezerrt oder abgestoßen! Leute, merkt ihr das eigentlich nicht, wie ihr mit euren Mitmenschen umgeht? Oder war das schon immer so bei euch, dass anderer Menschen Bedürfnisse schnurz waren, im Westen? Eine Freundin, die im Westen aufwuchs sagt mir das seit seit Jahren...
http://www.gesobau.de/unternehmen/portraet/vorstand/joerg-franzen/


Das Unternehmensziel der GESOBAU ist es, Werte für die Mieter zu schaffen: intakte, ansprechende und sichere Wohnungen, eine gepflegte Umgebung, verlässlichen, qualitativ hochrangigen Service und gute Wohnatmosphäre.


Der zweite Mann von den beiden Männern die immer auf der 1. Seite des Mietermagains, das sie den Mietern "schenken" abgebildet ist, ist Herr Wilkens:  
http://www.gesobau.de/unternehmen/portraet/vorstand/christian-wilkens/

Ja, Individualtransporter neben den Öffentlichen herlenken und teure Businessgarderobe tragen und nie ein Lächeln im Gesicht haben - Mieter, die nicht alles schweigend abnicken, in die Schublade "FEIND" einordnen, anstatt mit ihnen zum Gedankenaustausch zusammen zu kommen - warum eigentlich? 

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Ich wunderte mich, dass hier noch kein Kommentar ankam - tja, jetzt hab ich sie verändert, die Einstellungen im Hintergrund...
Mal sehn, ob das der Grund war...
Mich freuen Mitschrei(b)ende, nur Mut!